Inhaberstrategie intensiv
*1,5 Tage, enthält digitale Tagungsunterlagen, Mittagessen, gemeinsames Abendessen, Verpflegung
Was will die Unternehmerfamilie wirklich – und wie kommt sie dahin, ohne sich unterwegs zu zerlegen?
Nur wenn die Inhaber wirklich wissen, was sie gemeinsam wollen, entsteht langfristig Frieden in der Familie – und nur dann hat auch das Unternehmen eine tragfähige Zukunft.
Ein harmonisches Ergebnis à la Friede, Freude, Eierkuchen wirkt verlockend, ist aber leichter gesagt als erreicht.
Denn Unternehmensinteressen, familiäre Erwartungen und individuelle Ziele in einer tragfähigen Inhaberstrategie zusammenzuführen, verlangt klare Argumente, strukturierte Diskussionen und die Bereitschaft zu schwierigen Entscheidungen von allen Beteiligten.
Genau hier setzt das Eierkuchen‑Rezept für die Inhaberstrategie an:
Im Seminar erhalten Unternehmerfamilien konkrete Impulse für einen klar strukturierten Prozess, für die richtigen Zutaten und ihre Dosierung, für die Temperatursteuerung in anspruchsvollen Phasen – und für die Übersetzung der Ergebnisse in eine belastbare Familienverfassung. Dafür müssen Unternehmerfamilien zentrale Fragen beantworten:
- Wie sichern wir die Nachfolge, wenn es keine geeigneten Nachfolger gibt – oder wenn mehrere Anspruch erheben?
- Ist unser Unternehmen heute tatsächlich nachfolgefähig – und was müssten wir grundlegend verändern, um es zu werden?
- Wie organisieren wir unseren Gesellschafterkreis bei weiterwachsender Zahl von Inhabern? Und wie gehen wir mit strukturell unterschiedlichen Interessen von aktiven und passiven Gesellschaftern um?
- Welche Regeln gelten künftig für Vergütung, Ausschüttungen und das Ausscheiden von Gesellschaftern?
- Wie gestalten wir die Übergabe von Führung und Verantwortung zwischen den Generationen
- Wer aus der Familie übernimmt künftig welche Rolle
In diesem 1,5-Tages-Intensiv-Workshop zeigen Ihnen unsere langjährig erfahrenen Experten, beide mit eigenem familienunternehmerischem Hintergrund, wie Sie als Inhaberfamilie bzw. Gesellschafterkreis gemeinsam und strukturiert die Kernfragen angehen und diskutieren. Sie teilen Erkenntnisse aus über 25 Jahren Erfahrung in der Erarbeitung von Strategien mit Unternehmerfamilien, bieten Einzel- und Gruppensettings für Ihre individuelle Konstellation und teilen Best-Practice-Beispiele aus anderen Familienunternehmen. Alles im geschützten Raum von Staffelstab.
Es liegt ein besonderer Fokus auf der Schaffung eines übergreifenden Austauschs; eines generationsübergreifenden, stammesübergreifenden und rollenübergreifenden Austausches. Um die unterschiedlichen Erfahrungen, Perspektiven und Gestaltungskräfte zusammen zu bringen.
Catharina Prym: „Unser Eierkuchen-Rezept? Jedes komplexe Problem hat eine einfache Lösung – und die ist falsch.“
Konkret lernen Sie in diesem Seminar
- Zutaten: Welche inhaltlichen Themen muss ich strategisch im Blick haben?
- Zubereitung: In welcher Reihenfolge und Mischung gehe ich die strategischen Fragen an?
- In die Backform geben: Wie bekommt unsere Strategie die richtige Form?
- Backen: Wie gehen wir mit dynamisch heißen Themen um?
- Abkühlen & Genießen: Was folgt auf die Erarbeitung einer klugen Inhaberstrategie?
Christian Drewes: „Schwierige Themen müssen nicht schwer bleiben.“
Highlights:
- Erste Hilfe, wenn der Teig schon versalzen ist und der Frieden wackelt.
- Vorstellung erprobter Rezepturen
- Großmutter’s Geheimtipp zur persönlichen Entwicklung.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Im Unternehmen tätige und nicht-tätige Gesellschafter, geschäftsführende Gesellschafter, Familienmitglieder mit Anteilen oder ohne und potenzielle Nachfolger. Eine Teilnahme lohnt sich als Einzelperson oder in einer Zwei-Generationen-Konstellation oder Gruppe. Die Erfahrung zeigt, dass gerade der gemeinsame Besuch neben dem inhaltlichen Deep Dive einen dynamischen Impuls geben kann.
Hier anmeldenProgramm im Detail
Führung und Kontrolle im Familienunternehmen
Wer führt, wer kontrolliert – und in welcher Konstellation ist das Unternehmen langfristig tragfähig?
• Unternehmensführung: Wie viel Familie verträgt das Unternehmen – und wo braucht es bewusste Abgrenzung? Mitarbeit aller oder klar definierte Zugangsregeln?
• Gemischte Geschäftsführung: Welche familieninternen und externen Geschäftsführerkonstellationen funktionieren in der Praxis – und welche typischerweise nicht?
• Eine Frage der Eignung: Wie lässt sich die Diskussion um die Eignung von Familienmitgliedern versachlichen und professionalisieren
• Fremdmanagement als Übergangslösung: Wie kann externes Management Verantwortung übernehmen, wenn die nächste Generation (noch) nicht bereit ist?
• Der Beirat als strategischer Hebel: Wie wird ein Beirat so aufgesetzt, dass er echten Mehrwert stiftet?
• Holdingstrukturen als Führungsinstrument: Welche Steuerungs und Governance Vorteile bieten Holdinggesellschaften?
• Ausschüttungen zwischen Familie und Unternehmen: Welche Ausschüttungsmodelle passen zu welcher Unternehmensphase? Praxisnahe Berechnungsmodelle.
• Die Kunst des Loslassens: Wie überträgt die ältere Generation Verantwortung und Kontrolle so, dass ein erfolgreicher Generationswechsel möglich wird?
Vermögens und Anteilsübergang
Wie gestalten wir Eigentum, Gerechtigkeit und Handlungsfähigkeit über Generationen hinweg?
• Die Gerechtigkeitsfrage: Welche Implikationen hat es, wenn alle Kinder bei der Anteilsübertragung gleichbehandelt werden? Welche, wenn ein alleiniger Nachfolger gekürt wird?
• Der Kreis der Gesellschafter: Wer darf Gesellschafter werden? Wie gehen wir mit Ehepartnern, Patchwork Konstellationen oder familienfremden Geschäftsführern um?
• Zersplitterung versus Handlungsfähigkeit: Wie viele Gesellschafter verträgt ein Unternehmen – und welche Strukturen helfen, handlungsfähig zu bleiben?
• Steuerliche Gestaltungsoptionen: Welche Möglichkeiten gibt es – und welche langfristigen Konsequenzen sind zu beachten?
• Tabuthema Verkauf: Wie lässt sich der Marktwert von Gesellschafteranteilen bestimmen, und welche Regeln zum Anteilsverkauf sind sinnvoll?
Konflikte, Kommunikation, Regeln
Wie schaffen wir Klarheit, Verlässlichkeit und einen konstruktiven Umgang miteinander?
• Typische Interessenkonflikte im Familienunternehmen: Wo entstehen sie – und wie lassen sie sich souverän managen?
• Organisation der Gesellschafterfamilie: Küchentisch oder Gremienarbeit? Welche Form der Selbstorganisation passt zu welcher Unternehmerfamilie?
• Heranführung der Next Generation: Welche Informationen sind in welcher Entwicklungsphase sinnvoll – und welche (noch) nicht?
• Verhältnis zur Nachfolgegeneration: Vertrauen oder Kontrolle – und wie gelingt eine balancierte Zusammenarbeit?
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